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Erstellt:19.03.2022
Aktualisiert:19.03.2022
  

Brief an Herrn Stelzer

 

Matthias Stelzer SWP

 Die Südwestpresse in Ulm will in Frieden gelassen werden.

Sehr geehrter Herr Stelzer,

gestern Abend habe ich Ihnen in meiner Empörung über Ihren Artikel [Screenshot] bzw. dessen Schlagzeile eine kurze E-Mail geschrieben. Und weil ich die Hoffnung nicht aufgebe, daß Sie Argumenten noch zugänglich sind und Ihren Beruf noch ernst nehmen, schenke ich Ihnen hiermit eine halbe Stunde Zeit, um diesen Text zu schreiben und hoffe, Sie würdigen das, indem Sie ihn auch lesen.

Zunächst schicke ich voraus, daß ich Ihren Artikel nicht lesen konnte, weil er hinter einer Bezahlschranke versteckt ist, was seine Reichweite, wie ich finde zu Ihrem Glück für Ihre Reputation, doch ganz erheblich beschränken wird. Aber schon die Überschrift und der lesbare Teil des Anreißers sprechen Bände über Sie und wie Sie über die Spaziergänger denken. Es reicht Ihnen! Wir leben in einem wohlhabenden und demokratischen Land und woanders auf der Welt gibt es Krieg. Also kein Verständnis für die Spaziergänger.

Und gerade dieses fehlende Verständnis zeugt davon, daß Sie offensichtlich den falschen Beruf ausüben, denn als Journalist muß man auch mal über den Tellerrand blicken, andere Weltbilder und Meinungen betrachten, überdenken und versuchen, sie zu verstehen. Sie aber scheinen in einer undurchdringlichen Meinungsblase gefangen zu sein und das ist für einen Journalisten geradezu fatal.

Erinnern Sie sich? Vor wenigen Jahren gingen Frauen auf die Straße, um gegen den Paragraphen 219a StGB zu demonstrieren. Dieser verbietet Ärzten Werbung für Schwangerschaftsabbrüche, was die Frauen als unzulässige Einschränkung im Hinblick auf ihre körperliche Selbstbestimmung empfinden. Die Parole lautete „My Body, my Choice“. Hat Sie die damalige Protestwelle denn auch so maßlos geärgert? Falls ja, wo finde ich den Artikel, wo Sie schrieben, daß es jetzt aber mal reiche? Die Jusos forderten gar das Recht auf Abtreibung bis zum 9. Schwangerschaftsmonat und da kann man mit Fug und Recht von Mord reden. Wo war da der Aufschrei von Ihnen?

Wenn aber Menschen auf die Straße gehen, weil sie grundgesetzlich garantierte Grundrechte wie Menschenwürde und körperliche Unversehrtheit und das eigentlich selbstverständliche Recht auf ihr eigenes Leben einfordern, dann fehlt Ihnen plötzlich jegliches Verständnis für Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Vermutlich deshalb, weil Sie geimpft sind und die prophylaktische Gentherapie tatsächlich nur für einen folgenlosen „Piks“ halten. Auf Wunsch kann ich Ihnen gerne Material vom Robert-Koch Institut und vom Paul-Ehrlich Institut zukommen lassen, dem Sie entnehmen können, daß dem nicht so ist und derzeit sehr viele Menschen an dem „Piks“ sterben. Selbst das BVerfG hat dies anerkannt, jedoch lapidar festgestellt, man könne ja den Beruf wechseln, wenn man das Risiko des staatlich angeordneten russischen Roulettes nicht eingehen wolle.

Kommen Betroffene der ihnen in § 20a Abs. 2 Satz 1 IfSG auferlegten Nachweispflicht nach und willigen in eine Impfung ein, löst dies körperliche Reaktionen aus und kann ihr körperliches Wohlbefinden jedenfalls vorübergehend beeinträchtigen. Im Einzelfall können auch schwerwiegende Impfnebenwirkungen eintreten, die im extremen Ausnahmefall auch tödlich sein können (vgl. Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom 7. Februar 2022 – Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember 2020 bis zum 31. Dezember 2021 – S. 5, 8 f., 28 ff.).
BVerfG

Viele tausend Menschen stehen dank dieser zynischen und menschenverachtenden Entscheidung des Verfassungsgerichts derzeit vor der Wahl, sich mehrmals potenziell tödliche Substanzen spritzen zu lassen oder ihre wirtschaftliche Existenz zu verlieren. So etwas nennt man in der Juristerei Nötigung, nämlich die Drohung mit einem empfindlichen Übel. Die allgemeine Impfpflicht wird gerade im Bundestag debattiert. Und solange weder die einrichtungsbezogene, noch die allgemeine Impfpflicht komplett vom Tisch sind, werden die Spaziergänge auch weiter stattfinden, denn die Erleichterungen wie Aufhebung des Maskenzwangs, 2G, 3G und, und, und, sind nur temporär und spätestens im Herbst wieder vorbei. Davon lassen sich die Spaziergänger nicht täuschen!

Die Impfpflicht ist eine Vergewaltigung durch den Staat. Ein Vergewaltiger degradiert das Opfer zum bloßen Objekt, das er dann zur sexuellen Befriedigung wie eine Sache benutzt. Nichts anderes tut der Staat, wenn auch nicht zur Befriedigung sexueller Gelüste (obwohl ich mir da bei manchen Politikern nicht ganz sicher bin), sondern angeblich, um eine Überlastung des durch ihn selbst ruinierten Gesundheitswesens zu verhindern. Der Mensch wird zum Objekt degradiert und sein Körper als Mittel zum Zweck betrachtet. Das ist die größtmögliche Entwürdigung des Menschen, denn ein Mensch hat nur diesen einen Körper und damit nur dieses eine Leben. Genau so hat einst, zu besseren Zeiten, das BVerfG argumentiert, als es im Rahmen der Verfassungsbeschwerde über das Luftsicherheitsgesetz geurteilt hat, daß der Mensch nicht zum Objekt staatlichen Handelns gemacht werden darf, weil das mit der Menschenwürdegarantie nicht zu vereinbaren ist. So wurde damals entschieden, daß Menschenleben nicht gegeneinander aufgerechnet werden dürfen.

Aber genau das tut der Staat jetzt gerade, indem er argumentiert, Menschen müssen das Risiko auf sich nehmen, an Impfnebenwirkungen zu sterben, um andere Menschen vor Covid-19 zu schützen. Das ist eine entwürdigende Vereinnahmung von Menschenleben. Man zwingt sie, potenziell tödliche Substanzen gegen ihren Willen und gegen ihre Überzeugung in sich hineinspritzen zu lassen. Wenn das keine Vergewaltigung ist, was dann?

Sie brauchen dabei gar nicht verstehen, Herr Stelzer, warum die Impfskeptiker sich nicht spritzen lassen wollen. Es reicht, wenn Sie begreifen, daß sie es nicht wollen und daß das Grungesetz ihnen das Recht dazu gibt. Mit der Entwürdigung der Menschen und all den anderen Grundrechtsentzügen überschreitet der Staat die letzte rote Linie, nämlich Artikel 1 GG. Damit beseitigt er die verfassungsmäßige Ordnung.

Wir Spaziergänger gehen also nicht auf die Straße, um Sie zu nerven, Herr Stelzer, sondern wir gehen auf die Straße, um die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen, unsere Menschenwürde und unsere Grundrechte zurückzubekommen, die Gewaltenteilung wiederzubeleben und das übergriffige Regime in seine verfassungsmäßigen Schranken, nämlich die Rechtsstaatlichkeit zurückzuverweisen.

Das heißt, wir gehen auch für Sie und ihre Kinder auf die Straße, denn haben Sie sich einmal überlegt, was uns allen in Zukunft noch blühen könnte, wenn der Staat sich erst einmal daran gewöhnt hat, die Körper der Menschen als bloße Verfügungsmasse zu betrachten und keine roten Linien mehr kennt? Es geht um nichts weniger, als diesen Dammbruch zu verhindern. Dazu werden Sie es auch in Kauf nehmen müssen, ein wenig genervt zu sein.

Mit freundlichen Grüßen.

P.S.: Über die vielen tausend ungeimpften Menschen, die in der Pflege und Medizin beschäftigt sind und auch dank Ihrer medialen Hetze, Herr Stelzer, in den letzten eineinhalb Jahren systematisch stigmatisiert, ausgegrenzt, am Arbeitsplatz gemobbt wurden und jetzt psychisch am Ende sind, habe ich noch gar nicht geredet. Denken Sie auch mal darüber nach, ob Sie mit Ihrer Hetze gegen Ungeimpfte womöglich Menschen in den Suizid getrieben haben. Und denken Sie auch darüber nach, welche unermeßliche Schuld Sie mit der Impfkampange auf sich geladen haben, sollte sich eines Tages erweisen, daß ich mit dieser Verschwörungstheorie recht haben sollte. Einen schönen Tag noch...

 Staatsfeind

Staatsfeind
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