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Erstellt:26.11.2014
Aktualisiert:08.02.2016 Typo
  

Geichberechtigung, Gender und Frauenquote


Jede erwachsene Menschin und jeder er­wachsene Mensch hat in Deutsch­land das Recht, alles zu tun, was nicht ver­boten ist. So steht es in Artikel 2 des Grund­gesetzes und nennt sich das Recht auf die freie Ent­faltung der Persön­lich­keit. Oft auch als Handlungs­frei­heit bezeich­net. Artikel 3 des Grund­gesetzes stellt dann noch sicher, daß die Handlungs­freiheit sowohl für Mensch­innen als auch für Menschen gilt. Dort steht explizit, daß Frauen und Männer gleich­berechtigt sind. Damit wäre eigentlich alles geklärt und der Text könnte an dieser Stelle schon enden. Aber...

Goldrock

Aber weil eben aus der Sicht der Feministinnen nur die Gesetz­gebung, die voll­ziehende Gewalt und die Recht­sprechung an das Grund­gesetz gebunden sind und die Firmen ihre Mit­arbeiter­innen und Mit­arbeiter nach eigenen Kriterien aus­suchen dürfen, sieht die Bundes­regierung Handlungs­bedarf und steht nun kurz davor, die Frauen­qoute ins Gesetz­buch zu schreiben. Anlaß genug, doch nochmal ins Detail zu gehen und zu über­legen, wo denn nun das Gleich­berechtigungs­defizit für Frauen liegen soll.

Überlegen wir also mal. Dürfen Mensch­innen rauchen? Klar dürfen sie. Dürfen sie Auto fahren? Ja. Mensch­innen dürfen sich frei bewegen und reisen wohin sie wollen. Mensch­innen dürfen auch Firmen gründen, Chefin werden und Leute ein­stellen. Sie dürfen Dinge erfinden und beim Patent­amt anmelden. Wenn sie wollen, dürfen sie sich sogar zur Bundes­kanzlerin wählen lassen. Wie sehr man sich auch an­strengt, es fällt einem nichts ein, was Mensch­innen im Gegen­satz zu männ­lichen Menschen nicht tun dürften.

Sie sind im Gegenteil gesetz­lich sogar etwas besser gestellt als männ­liche Menschen. Letztere können näm­lich allein wegen ihres Geschlechts ihrer Frei­heit beraubt werden und zur Bundes­wehr oder zum Zivil­dienst ein­gezogen werden. Die Wehr­pflicht wurde ja nicht ab­geschafft, sondern nur aus­gesetzt. Die Geschlechts­teile von Mensch­innen sind mit dem neuen Para­graphen 226a StGB aus­drücklich geschützt und somit un­antastbar, während die Geschlechts­teile der männ­lichen Menschen mit dem § 1631d BGB gerade kürz­lich zur Disposition gestellt wurden. Artikel 2 des Grund­gesetzes, der die körper­liche Unversehrt­heit garantiert, wurde also für männ­liche Menschen ein­geschränkt, während er für Mensch­innen un­eigeschränkt gewähr­leistet ist. Auch dürfen sich Mensch­innen nackt ausziehen und durch die Fuß­gängerzone flanieren oder als Femen­aktivist­innen öffent­lich agieren, während männl­iche Menschen für so etwas bestraft werden. §183 StGB gilt jeden­falls aus­schließ­lich für männ­liche Menschen. Wie man es auch dreht und wendet: Mensch­innen sind nicht nur gleich­berechtigt, sondern haben noch mehr Rechte als männ­liche Menschen.

Nun stellen Frauen­rechtler­innen und Frauen­rechtler aber fest, daß Mensch­innen in den höchsten Posi­tionen der Wirt­schaft unter­repräsen­tiert sind und folgern daraus, daß die Gleich­berechtigung faktisch eben doch nicht gegeben sei und man mit einer Quote nach­helfen müsse. Die eigent­lich grund­gesetz­lich geschützte Handlungs­frei­heit der Firmen, ihre Mit­arbeiter­innen und Mit­arbeiter nach eigenem Er­messen und nach eigenen Kriterien ein­zustellen, soll des­halb zu­gunsten von Mensch­innen ein­geschränkt werden. Eine neuer­liche gesetz­liche Besser­stellung für Mensch­innen also. Wenn eine weib­liche Person auch nur eine an­nähernd gleiche Quali­fikation hat wie ein männ­licher Person, soll der Bewerber den Posten auf­grund seines männ­lichen Geschlechts nicht bekommen und die Frau bevor­zugt werden. Aber was, wenn es keine ge­eignete Bewerber­in gibt? Dann soll der Posten nach dem Willen des Gesetzes zur Strafe ein­fach un­besetzt bleiben. Haupt­sache die Quote stimmt.

Mal zwei Beispiele für die Logik hinter der Frauenquote

Herr Weimar ist in eine größere Stadt gezogen und ist seitdem Fuß­gänger. Er besitzt noch den Führer­schein und darf grund­sätz­lich Auto fahren, womit er mit allen anderen Auto­fahrer­innen und Auto­fahrern gleich­bereichtigt ist. Er ver­zichtet aber frei­willig aufs Auto fahren und ist damit auf Deutschlands Straßen unter­repräsen­tiert. Das ist die Lebenswirklichkeit. Nach der der Frauen­quote zugrunde liegenden Logik müßte man nun allen anderen Auto­fahrer­innen und Auto­fahrern solange das Auto fahren verbieten, bis die Quote zu­gunsten von Herrn Weimar wieder stimmt. Oder man müßte Herrn Weimar einfach zwingen, so oft und lange Auto zu fahren, bis er statistisch gesehen am Verkehrs­auf­kommen gleich beteiligt ist wie alle anderen durch­schnitt­lichen Auto­fahrer­innen und -fahrer.

Familie Müller hat ein Kind. Es ist ein Junge. Das ist die Lebens­wirklich­keit. Sollte die Familien­planung hiermit beendet sein, könnte man das aus Sicht der Frauen­rechts­bewegung als Dis­krimi­nierung des weib­lichen Geschlechts betrachten. Und nach der Logik der Quote wäre es daher es angemessen, die Familie gesetzlich zu verpflichten, das Kinder­kriegen solange zu betreiben, bis Parität zwischen den Geschlechtern herrscht.

Die beiden Beispiele sollen mal genügen. Auch wenn sie zunächst völlig absurd er­scheinen, so beschreiben sie doch genau das Problem mit der Quote. Es mangelt nämlich gar nicht an der Gleich­berechti­gung, wenn Mensch­innen und Menschen Dinge aus eigenem Willen nicht tun, obwohl sie das Recht dazu hätten. Niemand. Wirk­lich gar niemand kann eine Menschin daran hindern, eine Firma zu gründen, Chefin zu werden und an die Börse zu gehen. Und niemand kann eine Menschin daran hindern sich auf einen Auf­sichts­rätinnen­posten zu bewerben. Die einzige Ein­schränkung ist, daß sie es auch können muß! Also quali­fiziert sein muß, zumindest wenn sie auch erfolg­reich sein will. Aber mit dieser Ein­schränkung lebt auch jeder männ­liche Mensch: Der Wille allein genügt nicht, die Quali­fikation muß vor­handen sein. Doch genau das soll sich jetzt mit der Quote zu­gunsten der Mensch­innen ändern. Die Quali­fikation soll nicht mehr allein aus­schlag­gebend sein, sondern auch das Geschlecht. Je nach Sicht­weise ist das eine Dis­krimi­nierung der männ­lichen Menschen oder eine weitere Vorzugs­behandlung für Mensch­innen und damit das genaue Gegen­teil der grund­recht­lich vor­geschriebenen Gleich­berechti­gung.

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Quelle: WSI GenderDatenPortal, Hans-Böckler-Stiftung
http://www.boeckler.de/51984.htm

Die Quote soll nur für die höchsten Posten von Börsen­notierten Unter­nehmen gelten. Das sind gewöhn­lich Stellen, für die man sich nur hin­reichend quali­fizieren kann, wenn man bereit ist, zu aller­erst das richtige Fach zu studieren, dann sein Privat­leben auf­zugeben, rund um die Uhr zu arbeiten und seine Familie sowie alle anderen sozialen Ver­pflichtungen konse­quent zu vernach­lässigen. Daß es nicht genug Mensch­innen gibt, die diese Priori­täten für sich setzen, ist sicher nicht die Schuld der männ­lichen Menschen, welche sich an­geblich gegen die Mensch­innen ver­schwört, und heim­lich eine gläserne Decke gebaut haben, sondern eine Frage der per­sönlichen Ent­scheidung der Mensch­innen. Vielleicht ticken Mensch­innen und männ­liche Menschen ja doch irgend­wie prinzi­piell anders im Gegen­satz zu dem, was ja gerade Frauen­rechtler­innen und -rechtler so gerne behaupten. Aus neuro­wissen­schaft­licher Sicht scheint das jeden­falls als erwiesen , da schon Kinder­gehirne im Mutter­leib geschlechter­spezifische Unter­schiede zeigen, die nie­mals auf Soziali­sation oder Erzie­hung zurück­geführt werden können [1][2]. Trotz früh­kindlicher Indoktri­nation an den Schulen und aller Girls-­Days der letzten Jahre wollen Mensch­innen beispiels­weise partout keine Informatiker­innen werden. Trotz aller Bemü­hungen der Gender­isten und jahre­langer, staat­lich verordneter geschlechts­neutraler Er­ziehung an den Schulen, ent­scheiden sich die aller­meisten jungen Mensch­innen immer noch für ein Studium von Sprach- und Kultur­wissen­schaften, den Sozial­wissen­schaften, für einen Studien­gang im Bereich Gesund­heit und soziale Dienste oder für ein Lehr­amts­studium [ Quelle ]. Das sind nun einmal nicht jene Diszi­plininen, die sie für einen Vor­stands­posten oder Auf­sichts­rats­posten in Wirt­schaft und Indus­trie quali­fizieren!

Wir ver­halten uns so als wäre Mann­sein oder Frau­sein eine innere Reali­tät oder ein­fach eine Wahr­heit über uns. Tat­säch­lich ist es ein Phäno­men, das ständig produ­ziert oder rep­rodu­ziert wird. Daß Ges­chlechter per­forma­tiv sind, bedeutet, daß nie­mand von Geburt an ein Ge­schlecht hat. Ich weiß, das ist kontro­vers. Aber das ist meine Forderung


Judith Butler

Mit diesem unter­schied­lichen Ver­halten von Mensch­innen und männ­lichen Menschen - allein bei der Wahl des Studien­faches oder des Berufs - sind wir beim so­genannten Gender Para­dox angekommen. Denn gerade Frauen­rechtler­innen wie z.B. auch Alice Schwarzer berufen sich ja gerne auf die so­genannte Gender­forschung und behaupten, es gäbe außer den sicht­baren bio­logischen Unter­schieden keiner­lei Geschlechter­unter­schiede. Alles wäre nur eine Frage der Er­ziehung und Sozialisa­tion. Männer, Frauen, Trans und Queer. Nach dieser Ideo­logie (Kasten rechts) kann jede Menschin und jeder Mensch geschlecht­smäßig sein, was immer er, sie oder es will. Die Bio­logie spiele keiner­lei Rolle und habe auch keine Aus­wirkung auf das Gehirn des Men­schen, wes­wegen das Ge­schlecht beliebig konstru­iert und de­konstru­iert werden könne. Gerade so, als wäre das mensch­liche Gehirn bei der Geburt ein un­bschrieben­es und un­struktu­iertes weißes Blatt Papier, das beliebig beschriftet, gefaltet und geformt werden könne. Die Reali­tät ist frei­lich eine andere und des­halb ent­scheiden sich die Mensch­innen nach wie vor über­wiegend für Berufe im sozialen Bereich und männ­liche Menschen über­wiegend für Tätig­keiten im tech­nischen Bereich. Ein mehr als deut­liches Indiz dafür, daß die Geschlechter­rollen nicht nur an­erzogen sind, sondern bio­logisch im Gehirn ver­anlagt sind.

Diskriminierung von Muslimen und jungen Menschen

In Deutsch­land leben derzeit etwa 4 Millionen Muslime Das sind gut 5% aller Mensch­innen und Menschen in Deutsch­land. Warum nicht auch eine Quote für die Reli­gions­zugehörig­keit? Die logische Konse­quenz wäre die Forderung, daß 5% aller Auf­sichta­rätinnen und -rat­sposten mit Mensch­innen und Menschen muslim­ischer Glaubens­richtung besetzt werden müssen, not­falls unter völliger Miß­achtung fehlen­der Quali­fikation. Oder was ist, wenn wir fest­stellen, daß junge Menschen in Auf­sichts­rätinnen und -rat­sposten gemessen an ihrem Anteil in der Be­völker­ung völlig unter­repräsen­tiert sind? Alters­diskrimi­nierung! Doch Jede und Jeder bei klarem Ver­stand ver­steht an­gesichts mangeln­der Lebens- und Berufs­erfahrung junger Menschen sofort, daß hier eine Quote für 25 Jährige in Führungs­posi­tionen absolut hirn­rissig wäre und jede Firma stehen­den Fußes in den Ruin treiben würde. Quote ist ein anderes Wort für Dis­krimi­nierung. Quote ist ein anderes Wort für Un­gerechtig­keit. Quote ist Miß­achtung von Lebens­wirklich­keit und freier Ent­scheidung. Quote ist Grund­rechts­widrig.

Anstelle einer Frauen­quote wäre es vielleicht hilf­reicher und förder­licher, Girls-Days speziell für Aufsichts­rätinnen­posten zu eta­blieren. Eine Ver­anstal­tung also, die Mädchen davon zu über­zeugen sucht, es wäre besser für sie, ihre Kariere über alles zu stellen, rund um die Uhr schwer zu schuften, auf Frei­zeit, Familie und Privat­sphäre komplett zu ver­zichten, keine Kinder zu kriegen und statt­dessen Geld über alles zu stellen und darüber­hinaus konse­quent die Ellen­bogen ein­zu­setzen. Wenn sich die Mensch­innen dann trotz dieser Gehirn­wäsche noch mehr­heit­lich gegen eine solche dis­soziale Lebens­weise ent­scheiden , ver­bunden mit einem daraus resul­tierenden Mangel an quali­fizierten Bewerber­innen für solche Posten, könnte man das dann in der Gender-­Szene viel­leicht end­lich mal als Gegeben hin­nehmen? Oder will man mit dieser abstrusen Ideo­logie, die Kinder­hirne mit frei programmier­baren Computer­chips ver­wechselt, weiter­hin gegen die Natur des Menschen bzw. gegen Wind­mühlen kämpfen?

Wir holen uns die Frauen auch jetzt schon aus dem Aus­land, etwa aus Groß­britan­nien. In anderen Län­dern wie der Schweiz oder den Nieder­landen ist das ähn­lich. Dort greift man auf Aus­länder­innen zurück, weil man selber, allein auf­grund der Be­völkerungs­zahl, nicht ge­nügend gute Frauen hat. Die deut­schen Frauen profi­tieren von der Quote erst mal nur be­grenzt. Aktu­ell hat ihnen die Debatte sogar eher geschadet.
Christina Virzí , Headhunter
Quelle: Spiegel 49/2014

Politikerinnen Pöstchen

Für die durch­schnitt­liche Mensch­in bringt die Quten­regelung sowieso nichts. Das Gesetz betrifft ledig­lich die rund 100 größten Unter­nehmen. Nutz­nießer der Quote werden daher vor allem mehr oder weniger promi­nente Persön­lich­keiten aus der Politik und deren Dunst­kreis sein. So wie jüngst Ronald Pofalla ohne jede Fach­kennt­nisse bei der Deutschen Bahn unter­gekommen ist, oder Stefan Mappus beim Pharma­konzern Merck ge­landet ist und so gut wie alle ehe­maligen promi­nenten Politiker dank guter Bezieh­ungen zu den Lobby­isten ohne erkenn­bare Quali­fikation in großen Unter­nehmen unter­gekommen sind, werden nun eben auch Politiker­innen nach ihrer poli­tischen Karriere besonders kompfor­tabel fallen. Man könnte fast meinen, mit dem Quoten­gesetz haben sich die Abgeord­netinnen vor allem um sich selbst gekümmert. Einige wenige Frauen werden sogar ganz be­sonders profi­tieren, denn wo sich keine geeig­neten Bewerber­innen finden, über­nehmen sogenannte Gold­röcke dann eben gleich mehrere dieser lukra­tiven Posten.

Zu behaupten, dass Männer die schlechteren Men­schen sind, ist natür­lich etwas heikel in einer Welt, in der die schlech­teren Men­schen das Sagen haben..
Karen Duve
Warum die Sache schiefgeht

Daß die Welt mit der Frauen­quote besser, sozialer und gerechter werden wird, weil Frauen ein­fach die bes­seren Mensch­innen sind und moralisch den männ­lichen Menschen über­legen sind, wird von Frauen­rechtler­innen und -rechtlern gerne behauptet. Ob das so ist? Wer weiß. Interes­sant an diesem Argument ist aber, daß zwar einer­seits besonders positive Eigen­schaften explizit dem weib­lichen Geschlecht zu­geschrieben werden, anderer­seits aber die­selben Pro­tago­nistinnen und -isten un­ermüdlich behaupten, die Geschlechter würden sich dem Grunde nach über­haupt nicht unter­scheiden und wären ledig­lich eine Frage der Soziali­sation und Er­ziehung. Wider­sprüch­licher geht es eigent­lich gar nicht mehr. Aber genau dieser Wider­spruch durch­zieht die ganze Frauen­rechts­bewe­gung und die Gender­forschung wie ein roter Faden. Und er wirft bezüg­lich der Frauen­quote auch durch­aus pein­liche Fragen auf. Denn wenn das Ge­schlecht nach der Gender­forschung sozial bestimmt wird und frei gewählt werden kann, was ist dann mit jenen MenschX, die sich gar nicht zwischen Mann- und Frau­sein ent­scheiden können oder wollen? Und was ist mit bio­logisch männ­lichen Bewerbern, die sich selbst aber als weib­lich defi­nieren? Welches Ge­schlecht ist im Hin­blick auf die Frauen­quote das maß­geb­liche? Das bio­logische oder das soziale?

Übrigens war dies der erste und letzte Text von mir mit dieser Gender­sprache und diesem "-Innen" Zeugs. An Begriffe wie Wähler- und Wähler­innen oder Bürger- und Bürger­innen haben wir uns ja leider schon gewöhnt weil diese politisch korrekten Ansprachen so inflatio­när benutzt werden. In diesem Text habe ich mal ganz bewußt den Begriff Menschin benutzt. Der ist noch nicht so etabliert und zeigt wohl recht deutlich, wie bekloppt dieser Gender­kram ist und wie sehr er die deutsche Sprache ver­unstaltet und zu Lasten der Leser­lich­keit unnötig ver­kompliziert. Wer sich als Frau nicht an­gesprochen fühlt, wenn man sie gener­isch maskulin schlicht als einen Menschen bezeich­net, ist selber schuld!

[1] Wir sahen uns Säug­linge an, die einen Tag alt sind. Und wir zeigten ihnen ent­weder ein mechan­isches Objekt oder ein Gesicht. Wir filmten, wie lange das Neu­geborene jedes dieser beiden Dinge ansah. Jungen sahen länger auf das Objekt und mehr Mädchen sahen länger auf das Gesicht. An ihrem ersten Lebens­tag, bevor Spiel­sachen ein­geführt werden oder ver­schiedene kultur­elle Ein­flüsse oder Vor­urteile auf sie wirken konnten. Jungen und Mäd­chen bilden ver­schiedene Mengen an Hor­monen. Besonders Testos­teron. Die Jungen doppelt soviel davon wie die Mäd­chen. Dieses Hormon beein­flußt die Art und Weise wie sich das Gehirn ent­wickelt. Wir haben das Testos­teron beim Baby im Bauch gemessen und nach der Geburt ihr Ver­halten beob­achtet. Ein höherer Testos­teron Spiegel ist ver­bunden mit lang­samerer Sprach- und Sozial Ent­wicklung. Wir haben diese Kinder begleitet bis zum Alter von acht Jahren. Und mit den Jahren zeigte sich, daß die Kinder mit mehr Testos­teron größere Mühe mit Empa­thie haben. Gefühle anderer zu er­kennen oder sich in andere hinein­zuver­setzen. Doch sie haben auch ein größeres Interess an Systemen. Daran, zu ver­stehen, wie etwas funktio­niert. Also, selbst wenn man das Geschlecht einer Person ignoriert und nur die Hormon Lage ansieht, kann man das Interessen Muster voraussagen.

Prof. Simon Baron-Cohen, Trinity College, Experte für Autismus
[ Quelle ]

[2] Der ameri­kanische Psycho­loge Prof. Richard Lippa  befragte in einer welt­weit an­gelegten Studie 200.000 Männer und Frauen aus 53 Ländern nach ihrem Lieblings­beruf. Das Ergebnis zeigt einen enormen geschlecht­lichen Unter­schied. Männer interes­sieren sich viel häufiger für Technik, zum Beispiel als Ingenieure oder Mechaniker. Frauen möchten eher mit Men­schen arbeiten. Dieser Unter­schied zog sich durch alle Kulturen, Länder und Kontinente. Wohl­stand, Reli­gion, Fort­schritt der Gleich­berechtigung, all das spielt keiner­lei Rolle.  Das gibt einen Hinweis darauf, daß hier etwas Bio­logisches am Werk ist , so Lippa.

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As Nature made him
John Colapinto

Mein persön­licher Kommentar zu diesen Studien: Die Studien sind wichtig, weil die An­hänger des Gender Main­straming in der Regel fanati­sierte Ideo­logen sind, die den gesun­den Menschen­ver­stand ja nicht gelten lassen. Doch schon dieser sagt jedem halb­wegs un­ver­blendetem und sehen­den Auges durch die Welt gehen­dem Men­schen schon, daß es zwischen Frauen und Männern nicht nur Unter­schiede im Körper­bau und den primären Geschlechts­teilen gibt, son­dern, daß auch die Gehirne von Frauen und Männern unter­schied­lich struktu­riert sein müssen. Die Evo­lution hätte ja auch kläg­lich versagt, wenn sie weib­liche Säuge­tiere einer­seits mit der Fähig­keit zum Gebären von Nach­wuchs aus­gestattet hätte, ihnen aber anderer­seits nicht auch beson­dere kogni­tive Eigen­schaften zur Auf­zucht mit gegeben hätte. Das soll nicht heißen, daß Männer nicht in der Lage wären, Kinder groß­zu­ziehen. Es soll nur heißen, daß Frauen aus bio­logischer Sicht von Natur aus besser dafür aus­gerüstet sind. Es genügt ja schon ein Blick in die Tier­welt für diese ein­fache Erkennt­nis.

Gender­isten wollen das aber nicht wahr haben. Sie denken ernst­haft, Säug­linge kämen mit einem völlig un­strukturiertem, geschlechts­neutralen Gehirn auf die Welt und man könne ihnen ein­program­mieren, was immer man wolle. Ver­gleich­bar mit einem Computer noch ohne Betriebs­system. Aber diese An­sicht ist in meinen Augen gerade­zu lächer­lich. Gender Main­streaming ist keine Wissen­schaft, sondern eine krude und menschen­ver­achtende Ideolo­gie. Das Wunsch­denken sich fort­während dis­krimi­niert fühl­ender, frustrierter Femi­nist­innen nach einer Geschlechts­neutrali­tät, die es nicht gibt. Und es ist ein Ver­brechen gegen die Mensch­lich­keit, Kinder solchen Fana­tikern aus­zu­liefern und sie Experi­menten aus­zusetzen, die gegen ihre Natur sind. Diese Gender­isten gehören hoch­kantig aus den Universi­täten geworfen. Und es ist eine Schande, daß ich deren Gehälter mit meinen Steuern finan­zieren muß.

Wer sich gegen den Genderwahn engagieren will, kann das aktuell (Stand: 20.12.2014) hier tun:

Frauen Qualifizierung

 Update 14.02.2015  Das Harriet Taylor Mill-Institut an der Hoch­schule für Wirt­schaft und Recht in Berlin bietet dieses Jahr einen Crashkurs aus­schließ­lich für Frauen an, um sich für den Job in einem Auf­sichtsrat zu quali­fizieren. Allein daß es dieses Angebot gibt, zeigt über­deutlich, daß es eben nicht die behaupteten Massen an quali­fizierten Frauen gibt, die angeblich schon mit den Köpfen an der gläsernen Decke kleben und nur darauf gewartet haben, daß diese mit der Quote end­lich durch­brochen wird. Nein, man muß die weib­lichen Führungs­kräfte noch in aller Eile ausbilden.

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