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Erstellt:01.08.2021
Aktualisiert:09.08.2021
Wort zum Sonntag
  

Das Innenfutter

 

Studeint*Innenfutter

 

Edeka verkauft in Deutschland jetzt Innenfutter und fragt auf Twitter „Welche Gefühle genau verletzt #Gendern eigentlich?” Eine scheinheilige Provokation. Als ob sie nicht selbst wüßten, daß die Verunstaltung der deutschen Sprache vor allem das Gefühl für die Ästhetik derselben verletzt und deshalb von einer großen Mehrheit der Menschen abgelehnt wird. Umfragen belegen das immer wieder, wie zuletzt die Erhebung von Forsa, die ergab, daß 28 Prozent der 2000 Befragten das Thema „Gendern” für wenig wichtig halten und 54 Prozent sogar für unwichtig. Das sind zusammen satte 82 Prozent.

Doch diese breite Ablehnung in der Bevölkerung stört die elitären Sprachrevoluzzer überhaupt nicht, denn sie wollen festgestellt haben, daß sie überwiegend von alten, weißen und ungebildeten Männern kommt. So schreibt RTL:

Der Großteil der Befragten, der diese Antwort gegeben hat, ist männlich, über 45 Jahre alt und hat eine eher niedrige Bildung.
RTL

Offensichtlich ist die Umfrage nicht so positiv ausgefallen, wie man sich das nach jahrelanger medialer Gehirnwäsche gewünscht hätte, aber da sie nun mal in Auftrag gegeben wurde und man sie nicht unter den Teppich kehren konnte, spricht man den Teilnehmern einfach die Qualifikation ab und erklärt sie spalterisch zu alten Dummköpfen.

Damit haben wir auch schon die Antwort auf die Frage, warum die deutliche Minderheit der Befürworter einer sogenannten gendergerechten Sprache diese der Mehrheit mit aller Gewalt aufs Auge drücken will: Sie halten sich selbst für die geistige Elite und wähnen sich deshalb qualifiziert und legitimiert, den dummen Menschen im Land ihre politisch korrekte Sicht der Dinge notfalls ins Gehirn zu prügeln.

EDEKA

Warum den selbsternannten Weltverbesserern gerade die Sprache so ein wichtiges Anliegen ist, daß sie wie kleine Kinder trotzig gegen jeden Widerstand der Mehrheitsgesellschaft ankämpfen und sogar in der Tagesschau Gendersternchen als Pausen oder Zungenschnalzen sprechen, ist schnell erklärt. Wir denken in Worten und wenn sich die Sprache ändert, dann verändert sich auch unser Denken. Indem man Worte verbietet, ihnen andere Bedeutungen zuteilt oder neue Assoziationen zuordnet (Framing), steuert man die Gedanken und Meinungen der Menschen. Dabei geht es den linken Demagogen um weit mehr als nur eine „inklusive Sprache”. Sie ist nur ein Teilaspekt der realitätsleugnenden politischen Korrektheit, die man den Menschen unter allen Umständen eintrichtern will.

Verbotene Worte und Begriffe sollen aus unserem Kopf verschwinden und falsche Meinungen damit direkt in unseren Gehirnen eliminiert oder - auf neudeutsch - gecancelt werden. Es ist das typische Umerziehungsprogramm der Linken, mit dem Unterschied, daß man die Menschen bei uns nicht in Lager steckt, sondern die Medien nutzt. Es gibt praktisch keinen Werbespot mehr, keinen Film und keine Nachrichten mehr ohne versteckte Botschaften, wie und was wir zu denken haben oder was wir (noch) sagen dürfen .

Haltungsjournalismus

 Erziehungsjournalismus im zwangsfinanzierten Staatsfunk

Bestehende Denkmuster sollen dekonstruiert werden, um den neuen Menschen zu erschaffen. Das ist nötig, da der angestrebte (Welt-) Sozialismus - falls überhaupt - nur mit maximal staatskonformen, nicht selbst denkenden, völlig unkritischen, entrechteten, unfreien und absolut uneigennützigen Menschen funktionieren kann. Der Sozialismus braucht menschliche Ameisen ohne geschlechtliche und kulturelle Identität. Und wenn ich mich in meinem sozialen Umfeld so umsehe, dann sind die grünlinken Gesinnungsdiktatoren schon verdammt weit gekommen. Jene, die sich der linken Gehirnwäsche nicht freiwillig hingeben, werden in der letzten Phase gefügig gemacht, indem man ihre falschen Gedanken und Meinungen zensiert, kriminalisiert, und sie mit der Justiz bedroht. Stichwort Hate-Speech und Netzdurchsetzungsgesetz. Hausdurchsuchungen zur Einschüchterung der Menschen mit der falschen Gesinnung, damit sie die Klappe halten und das Projekt nicht gefährden.

Die jetzt von oben angeordnete „gendergerechte Sprache” ist natürlich keine Spur gerechter als diejenige deutsche Sprache, die in über 1000 Jahren ohne staatliche Reglementierung wild gewachsen ist. Die Behauptung, die Menschen wären einfach zu dumm, das generische Maskulinum zu verstehen, ist nur ein Vorwand, um in kürzester Zeit möglichst brutal die Sprache und das Denken zu der Menschen zu manipulieren. Wer es noch nicht wußte: Das generische Maskulinum der deutschen Sprache hat mit dem biologischen Geschlecht der bezeichneten oder angesprochenen Personen ebensowenig zu tun, wie das generische Femininum. Der Vorstand in einem Verein bezeichnet beispielsweise die Funktion im Verein und nicht das biologische Geschlecht der diese Funktion oder Amt innehabenden Person.

Und wenn in der deutschen Sprache von einer Person (generisches Femininum) die Rede ist, kann das selbstverständlich auch ein Mann sein, ebenso wie auch eine Frau sich angesprochen fühlen darf, wenn man von einem Menschen spricht. Ich glaube einfach nicht, daß es tatsächlich eine einzige Frau gibt, die sich ausgeschlossen fühlt, wenn man ganz allgemein von „dem Menschen” spricht. Da an der oben genannten Umfrage auch Frauen teilgenommen haben dürften, sollte das auch keine Frage mehr sein.

Vorständin

Wenn sich nun eine Frau selbst als „Vorständin” bezeichnet, wie ich das kürzlich in einem Spendenaufruf lesen durfte, dann ist das nicht gendergerecht, sondern hebt das biologische Geschlecht dieser Frau in den Vordergrund und ist damit das genaue Gegenteil der Behauptung der politisch korrekten Gleichmacher, das Geschlecht spiele keine Rolle und wäre nur ein soziales Konstrukt ohne Bedeutung. Aber derartige Widersprüche sind typisch für die realitätsleugnende linke Ideologie, die uns da aufgezwungen werden soll.

Menschenmilch

 

Man beachte in diesem Zusammenhang auch die Bestrebungen der Grünen und Linken, Kinder möglichst früh durch dekonstruktivistische Sexualpädagogik in der Schule an ihrer biologisch-natürlichen Entwicklung zu hindern und sie in ihrer - sich gerade erst entwickelnden - geschlechtlichen Identität maximal zu verunsichern. Da werden Kinder im Unterricht beispielsweise gefragt, wann und warum sie sich entschieden hätten, heterosexuell zu sein. Die manipulative Frage suggeriert den Kindern, ihre sexuelle Ausrichtung und Identität wäre eine freie Wahl und keine natürliche Entwicklung. Das impliziert wiederum, die Entscheidung könne mit allen Konsequenzen wie Verantwortung und Schuld falsch oder richtig sein. Mit der Folge übrigens, daß sich in den Jugenpsychiatrien die Behandlungszahlen durch die Decke gehen. Nach der schulischen Gehirnwäsche sollen sich Kinder ab 14 einer Gesetzesinitiative der Grünen zufolge auch ohne Zustimmung der Eltern einer körperlichen Geschlechtsumwandlung unterziehen dürfen, um unumkehrbare Fakten zu schaffen.

Welche psychischen Folgen das für die noch pubertierenden und ungefestigten Kinder dereinst haben wird, ist den selbsternannten Sozioklempnern völlig egal, Hauptsache die ihnen so verhaßte Heteronormativität wird gesellschaftlich überwunden. Diese zutiefst menschenverachtende Ideologie ist anmaßend und überheblich, weil sie schlichtweg die Natur leugnet und impliziert, der Mensch könne sich beliebig selbst formen und neu erschaffen. Sie redet Menschen eine Schuld ein, die sie nicht haben und stürzt sie in nichtlösbare und daher immerwährende Konflikte mit sich selbst.

Selbiges gilt für übergeordnete soziokulturelle Einflussvariablen. Besorgniserregend erscheint die Präsenz zunehmend jüngerer Vorbilder in den Medien, die euphorisiert über ihre Behandlung berichten. Ferner scheinen der Machbarkeitsgedanke, die Vorstellung, dass im Rahmen heutiger medizinischer Möglichkeiten eine Geschlechtsumwandlung problemlos durchgeführt werden kann, sowie die Tendenz, die Wahl des Geschlechts als eine Art „Grundrecht“ anzusehen, für die Zunahme von Umwandlungsbegehren bei Minderjährigen von Bedeutung zu sein.
Ärzteblatt

menstruierende Männer

 

Biologische Fakten und natürliche Gegebenheiten können die Grünlinken einfach nicht akzeptieren , da „normale Menschen”, die der fundamentalistischen, feministischen Genderideologie kritisch gegenüberstehen, mit der neuen Weltordnung schlichtweg nicht kompatibel sind. Nur wer die quasireligiöse, antifaktische Leugnung der Zweigeschlechtlichkeit zu akzeptieren bereit ist, erweist sich als ausreichend gehirngewaschen, um sich für den angestrebten (International-) Sozialismus, in dem alle gleich sind (und zuweilen einige gleicher) hinreichend verbiegen zu lassen.

Cisgeschlechtliche Menschen mit konservativen Ansichten und Weltbildern werden folgerichtig bei allen Gelegenheiten als reaktionär verunglimpft und verächtlich gemacht, während die LGBTI-Szene geradezu verherrlicht wird. Mit der Folge, daß sich junge Menschen heute kaum noch trauen, sich als „Normal” zu outen. Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 200 Jahre soll es nun plötzlich entweder kein Geschlecht mehr geben, oder eben beliebig viele und sollen alle sexuellen Ausrichtungen und Identitäten als „normal” gelten, auch wenn sie noch so seltene Spielarten der Natur sind:

Seit es dank der Grünen und Linken die gesetzliche Möglichkeit dazu gibt, haben gerade einmal 394 Menschen in Deutschland ihr Geschlecht bei den Behörden als „divers eintragen lassen und nur etwa 5 Prozent aller Menschen sind Homosexuell veranlagt. Es handelt sich also um eine deutliche Minderheit, die uns seit einigen Jahren mit ihrem aufdinglichen und allgegenwärtigen Exhibitionismus belästigt und uns mit teilweise absurden Forderungen, wie zum Beispiel „Mülleimer für menstruierende Männer” in öffentlichen Toiletten rund um die Uhr terrorisiert und für die nun die gesamte Gesellschaft komplett umstrukturiert und umerzogen werden soll.

Einmannpackung

 

Aber zurück zur Sprache. Die meisten Menschen sind Fleischesser. Und wenn man sie als solche bezeichnet, meint man Menschen beiden Geschlechts, die gelegentlich, aber nicht zwingend jetzt gerade Fleisch essen. Fleischessende Menschen sind hingegen solche, die jetzt gerade am Tisch sitzen und ein Schnitzel oder eine Wurst verspeisen. Studenten als Studierende zu bezeichnen, wäre allenfalls dann richtig, wenn sie genau jetzt in diesem Moment dieser Tätigkeit nachgehen. Sitzen Studenten jedoch am Tisch und essen, dann sind sie keine Studierenden, sondern Essende.

Die Sprachverhunzer , die uns die „gendergerechte” Sprache auf Teufel komm raus unterjubeln wollen, wissen das alles natürlich auch, aber es geht ihnen nicht wirklich um die Sprache an sich, sondern um unser Denken, das „gerecht” und überhaupt „politisch korrekt” werden soll. Indem man die Frau sprachlich in den Vordergrund rückt, soll sie auch in unserem Denken in den Vordergrund gerückt werden. Diese Bevorzugung des weiblichen Geschlechts (in übrigens jeder Hinsicht ) hat mit Gerechtigkeit aber so wenig zu tun, wie die Frauenquote in bestimmten, meist höherqualifizierten Berufen, wo Menschen gleicher Qualifikation den Job im Vorstand bekommen, weil sie eine Vagina haben und andere nicht, sofern sie einen Penis haben. Daß man mit einer Frauenquote impliziert, Frauen könnten es trotz gesetzlich garantierter Gleichberechtigung (Artikel 3 GG) nicht aus eigener Kraft schaffen und bräuchten die Hilfe einer Quote, ist darüber hinaus ein waschechtes Paradox dieser fehlgeleiteten, sozialkonstruktivistischen Politik.

Die „gendergerechte Sprache” ist nicht nur diskriminierend, weil sie den Unterschied zwischen dem biologischen Geschlecht der Menschen hervorhebt und Gender und Sex durcheinanderwürfelt, sie stört auch den Lesefluß und das Verstehen von geschriebenem und gesprochenem Text, womit sie wohl mehr Menschen tatsächlich exkludiert, als das generische Maskulinum, das tatsächlich gar niemanden ausschließt. Und - dies nur am Rande - ich will mir nicht vorstellen, wie sich gegenderte Lyrik in einem Liedtext oder einem Gedicht anhört. Kann es im einstigen Land der Dichter und Denker noch deutschsprachige Poesie geben?

Doch die politisch korrekten Sprachvergewaltiger werden uns weiter in dem Medien und den Behörden mit Sprechpausen, Gendersternchen und immer neuen Sprachschändungen terrorisieren. Sie nehmen sich selbst als geistige Elite wahr, die den ungebildeten Pöbel erziehen muß. Sie wähnen sich im Besitz der einzig richtigen Meinung und einer höheren Moral und werden deshalb nicht locker lassen. Sie sitzen an den zentralen Schaltstellen der Macht in der Politik, in den Medien, in den Behörden und großen Konzernen und werden nicht aufhören, uns gnaden- und pausenlos mit ihren Ansichten zu malträtieren. Sie wissen nämlich ganz genau, daß jeden Tag ein Stückchen mehr in den Köpfen der Menschen hängenbleibt. Im Bundestag werden Redner gerügt, wenn sie einen weiblichen Bundestragspräsidenten sprachlich korrekt als solchen begrüßen.

 Claudia Roth, Grüne

Daß die grammatikalisch korrekte Form einer Anrede inzwischen als Provokation empfunden wird und daß es einen Bundestagsbeschluß gibt, der das biologische Geschlecht eines weiblichen Bundestagspräsidenten in der Anrede gewürdigt sehen will, obwohl das Geschlecht ja angeblich keine Rolle spielt, zeigt, wie weit die politisch korrekte Indoktrination bereits fortgeschritten ist und wie stark das biologische und grammatische Geschlecht inzwischen durcheinander gewürfelt werden. Der stete Tropfen höhlt eben den Stein. Falsche Meinungen werden durch Sprech- und Denkverbote getilgt, bis es nur noch die feminisierte, politisch korrekte, gesellschaftlich geduldete Einheitsmeinung gibt. Mit Freiheit, Demokratie und Meinungsvielfalt hat dieser Gesinnungsterror freilich nichts mehr zu tun.

Gendergerechte Sprache” dient nicht wirklich der Gerechtigkeit, sondern sie ist ein wichtiges, vielleicht sogar das entscheidende Instrument der Linken, den Menschen und seine Weltsicht zu dekonstruieren und neu zu erfinden, um ihn mit ihrer kommunistischen Ideologie kompatibel zu machen.

Epochenwechsel

 Unsere Kultur ist im Endstatium angekommen und zerlegt sich gerade selbst

Zum Schluß liebes Team von Edeka: Ja, ihr „Student*Innenfutter” werde ich natürlich nicht kaufen, weil es mein Sprachgefühl beleidigt. Frage beantwortet? Und wenn man sich Ihre erzieherische Werbung in den Medien so ansieht, dann stellt sich mir die Frage, ob Sie Waren verkaufen wollen, oder lieber Ihre Kunden erziehen vergraulen.

 Nicole Diekmann, ZDF

 Update 09.08.2021  Und nun das Wort zum Sonntag.
Ich weiß, und trotz Allem!
Mir geht es nur darum, mir Mühe zu geben, irgendwie gerecht zu sein.

 Pastor Christian Rommert

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